Glossar
Alternativmedizin
Unter dem Sammelbegriff: Alternativmedizin werden unterschiedliche Heilverfahren und Diagnose-Methoden zusammengefasst, die eine Ergänzung oder eben eine Alternative zur klassischen (westlich-naturwissenschaftlichen) Schulmedizin bieten.
Die in Deutschland wohl bekanntesten alternativ-medizinischer Verfahren sind Homöopathie und die Akupunktur - daneben gewinnen aber auch andere Alternativmedizinische Methoden, wie geistiges Heilen, Bachblütentherapie, Phytotherapie an Boden.
Anbieter alternativmedizinische Verfahren sind anerkannte Ärzten oder Heilpraktiker mit fundierter klassischer medizinscher Ausbildung, allerdings auch Leihen mit mehr oder weniger fundiertem Wissen und Erfahrungen.
Insgesamt ergibt sich eine schier unüberschaubare Fülle an Ansätzen und Verfahren, was es dem Leihen schwer macht die Wirksamkeit und Seriosität der Heiler zu beurteilen.
Neben der Behandlung von Krankheiten, bei denen die klassische Medizin keine oder geringe Heilung gezeigt hat, steht die Behandlung von Krankheiten bei denen die Schulmedizin keine eindeutige Diagnose stellen konnte im Vordergrund.
Einen weiteren Bereich bilden alternativmedizinische Methoden, die auf eine allgemeine Steigerung des Wohlbefindens und der Leistungsfähigkeit zielen, wie zum Beispiel Reiki, Yoga, oder verschiedene Massagetechniken.
Ayurveda
Der Name Ayurveda setzt sich aus den Begriffen "Ayus" (das Leben) und "Veda" (das Wissen) aus dem altindischen Sanskrit zusammen. Ayurveda ist ein, ursprünglich aus Indien stammende (seit ca. 5000 Jahren) ganzheitliches Heilsystem, bei dem Leiden als sind seelisch bedingt angesehen werden. Darum ist auch ein wesentlicher Zweig der Lehren des Ayurveda, neben der Heilkunde die Gesundheitsvorsorge und Lebensphilosophie. Ayurveda kann auf eine lange Erfahrungsschatz bei der Behandlung von Krankheiten zurückgreifen und kommt wegen seiner sanfte Methoden fast ohne Nebenwirkungen aus.
Die ayurvedische Philosophie geht von Elementen aus, aus denen alles Seiende entsteht:
Äther (Raum ) - Luft - Feuer - Wasser - Erde
Die fünf Elemente formieren sich zu drei Grundkräften, den so genannten Tri- Doshas:
- Vata gebildet aus Luft / Äther - und steuert alle Bewegungsabläufe in Körper, Geis, Emotionen, (Nerven).
- Pitta gebildet aus Feuer / Wasser umfasst alle transformatorischen Prozess, (Stoffwechsel).
- Kapha gebildet aus Erde / Wasse bildet Struktur, Form und deren Erhalt und Ausprägung.
Ziel ayurvedischer Massagen und Behandlungen, ist es das Gleichgewicht wieder herzustellen, indem die zu schwachen Energien gestärkt werden und die Überfunktion der krankmachenden Faktoren verhindert wird.
Bach-Blütentherapie
Begründet wurde die Bach-Blütentherapie in den 1930er Jahren von dem britischen Arzt Edward Bach. Die zentrale Idee hinter der Bach-Blütentherapie, ist dass körperlichen Krankheit aus einer seelischen Gleichgewichtsstörung. resultieren. Dabei geht man von einem Konflikt zwischen der Seele und der Persönlichkeit aus. Um diesen Konflikt aufzulösen ist eine Harmonisierung der geistig wie der seelischen Ebenen notwendig.
Die Bach-Blütten-Therapie kennt 38 disharmonische Seelenzustände der menschlichen Natur (etwa. Ängst, Ärger, Kummer), welche Blüten und Pfanzenteile zugeordnet sind.
Diese Blüten sollen in Wasser gelegt oder gekocht ihre Schwingungen an das Wasser übertragen. Aus diesen Lösungen werden dann die so genannten "Blüten-Essenzen" hergestellt. Die medizinische Wirksamkeit der Bach-Blütentherapie ist bisher nicht bewiesen.
Die Bach-Blütentherapie wird üblicherweise nicht zur Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) gezählt, da die genutzten Pflanzen in der Regel keine bekannten Heilpflanzen sind
Homöopathie
Die Homöopathie, als Teil der Naturheilkunde ist eine Therapieform, die von Arzt Samuel Hahnemann (1755-1843) Anfang des 19. Jahrhunderts, in Deutschland entwickelt wurde. Kernpunkt der Homöopathie ist die gezielte Wahl von Arzneimittel mit Hilfe der Ähnlichkeitsregel. So erklärt sich auch der Begriff Homöopathie, der sich aus dem altgrischischen Wort "homoin" = "ähnlich" und "Pathos" = "Leiden" zusammensetzt.
Die Ähnlichkeitsregel besagt konkret, dass eine Krankheit mit der Arznei behandelt werden sollte, dessen Einsatz bei einem gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorruft wie die Erkrankung selber. Die eingesetzten Arzneien werden dabei, in einem als Potenzierung bezeichnetem Verfahren, so weit verdünnt, dass sich die Wirkstoffe im Grunde nicht mehr nachweißen lassen.
Voraussetzung für eine wirksame homöopathische Behandlung ist eine genaue Untersuchung des Patienten sowie die umfangreiche Kenntnis von Erkrankungen und deren Verläufe.
Massage
Das Wort "Massage" leitet sich aus dem alt Griechischen: "massein" ab, was so viel heißt wie "kneten". Schon bei den Griechen, aber auch bei den Persern, Römern, Ägyptern, Japanern und Chinesen, wurden Massagen eingesetzt, um die sportlichen Leistungen der Athleten zu steigern.
In der Klassischen Massage werden ins besondere schmerzhafte Muskelverspannungen und -Verhärtungen behandelt. Die positive Wirkung der klassischen Massage bei Muskelverspannungen und -Verhärtungen, Narbenbildung, Stauungen in der Lymphe und den Venen sowie Durchblutungsstörungen ist erwiesen.
Daneben kann die hormonale Wirkung die gesamte Konstitution und das Wohlempfinden verbessern.
Die bei der klassischen Massage eingesetzten manuellen Techniken haben unterschiedliche Wirkungen auf Haut und Muskulatur je nach Stärke der Berührungsreize. Dabei Reicht das Spektrum von streichenden Bewegungen, Kneten über Klopfen bis hin zu Vibrationstechnik.
Massagen haben auch eine hormonell Wirkung, wie z.B. die vermehrte Ausschüttung des so genannten "Glückshormons" Serotonin.
Auch soll die Massage die Weiterleitung von Reizen über die Nervenbahnen im den ganzen Körper bewirken. Dabei sind jedem Organ Reflexzonen auf der Haut zugeordnet, so dass die Massage des jeweiligen Bereiches auch die Durchblutung der entsprechenden Organe fördert (Reflexzonenmassage). Diese Head´schen Zonen genannten Bereiche gelten als wissenschaftliche belegt, während die Fußreflexzonen wissenschaftlich nicht bewiesen, aber subjektiv als sehr angenehm und wohltuend empfunden werden. Darin zeigt sich auch das Zusammenwirken von Körper und Seele.
Neben der klassischen Massage gibt es zahlreiche in anderen Kulturkreisen entwickelte Massage-Techniken: Aromamassage, Reflexzonen-Massage, Fußreflexzonenmassage, (manuelle) Lymphdrainage, Thai-Massage, Shiatsu. u.v.a.
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